09.-13.05.2018 Jugendfreizeit in Beedenkirchen

Eigentlich sollte es - wie in den letzten Jahren - vor allem eine Kinderfreizeit werden, aber mangels entsprechender Anmeldungen hätten wir absagen müssen. Da wir im Team uns auf die Tage gefreut haben, haben wir noch mal gezielt Werbung bei Älteren gemacht. Letztlich waren wir nur 8 Leute, aber hatten sehr, sehr viel Spaß.

Das Jugendheim in Beedenkirchen ist ein richtig schönes und sehr sauber und ordentliches Selbstversorgerhaus mit großem Garten, in dem wir uns sehr wohl gefühlt haben. Das erste Highlight war, dass Sven den Busfahrer charmant gefragt hat, als wir gemerkt haben, dass die baustellenbedingte Umleitung nach Brandau durch Beedenkirchen führt, und wir direkt im Ort aussteigen durften. Die erste Panne war, dass Jonas und ich uns gegenseitig darauf verlassen hatten, dass der/die andere Brot und Brötchen für den 1. Abend und nächsten Morgen besorgt. Aber da wir - nach dem Motto - Gesundes geht immer, neben den gezielten Lebensmitteleinkäufen Eisbergsalat und allerlei Rohkost dabei hatten, gab es einfach eine riesige Schüssel bunten Salat zu den Würstchen am 1. Abend und am 1. Morgen nur Müsli und Obst. 

Aber wir hatten auch kulinarische Highlights: So entstand eine kreativ gestaltete Erdbeer-Sahne-Torte, die wir genüßlich zusammen verzehrt haben und der Geruch der frisch gebackenen Cookies umgab uns die ganzen Tage. Begeisterung gab es auch beim asiatischen Mittagessen und den Sandwiches.

Inhaltlich haben wir vor allem viel, viel gespielt... Abends war Codenames der Renner. So manche Begrifferklärung war äußerst lustig und führte zu ziemlich falschen Ergebnissen. Total schräg war die eine Runde "Zug um Zug" als gleich mehrere Leute sich mehr darum kümmerten anderen den Weg zu verbauen als die eigenen Strecken fertig zu kriegen. Zunehmenden Spaß hatten wir bei "Rajas of the Ganges", das original verpackt mit in den Odenwald gereist war. Auch "Zoff im Zoo" hatte wieder begeisterte Anhänger. Und einmal hat Jonas sogar einen Mitspieler für "Bongo" finden können.

Daneben ist natürlich ein 1000-Teile-Puzzle entstanden. Da die Teile offensichtlich nicht zu einem der beiden Motive auf dem Puzzlekarton passte, gab es lange Zeit allerlei mehr oder minder schräge Vorschläge, was wir da wohl puzzeln. Aber am Ende war es doch keine Eule, kein Waschbär, sondern eindeutig ein Tigerindecision.

Absolut cool war ein über mehrere Tage laufendes "ich packe meinen Koffer" mit rund 40 Inhaltsstücken.

Aber wir hatten auch Bewegung. Hie und da wurde hinten auf der Wiese gekickt. Sven und Marian waren täglich joggen. Zu dritt waren wir nach bester Pfadfindermanier in einem Reichelsheimer Ortsteil zum  Einkaufen einiger Kleinigkeiten ... durch Hecken, einen ohnehin schon nieder gedrückten Stacheldrahtzaun, ein Stück quer durch den Wald.... Weniger abenteuerlich aber urlaublich schön, war der tägliche Weg nach Brandau zum Bäcker. Auch der Spaziergang am ersten Tag war sehr idyllisch. Und fast alle waren am oder auf dem Felsenmeer. Lustigerweise trafen wir dort Kyo mit seinem Papa, die zeitgleich auf einer Freizeit in Ernsthofen waren. Am Ende mussten wirklich alle einmal nach Brandau laufen, denn wir wollten nicht ausprobieren, ob es uns gelingt, den Bus auf seinem Umweg zum Halten und uns Aufsammeln zu bewegen.

Das letzte Abenteuer war die spontane Verlegung des Ankunftspunktes in Darmstadt, weil uns am Abend vor der Rückreise bewusst wurde, dass Treffpunkt "Böllenfalltor" just um die Zeit des finalen Spiels der 98er in der aktuellen Zweitligasaison keine gute Idee ist. Aber wir hatten eh kaum Teilnehmer*innen mit, die abgeholt werden sollten.

Auch wenn wir wirklich viel Spaß miteinander hatten, war dies unsere letzte Freizeit. Wir Teamer bedauern, dass alle Aktionen, die wir außerschachlich anbieten, offensichtlich bei den aktuellen Kindern und ihren Familien auf kein Interesse stoßen. Die Weihnachtsfeier wurde höchstens von 2-3 Leuten vermisst. Schach und Fußball wird auch mangels Beteiligung ausfallen... Ob es wohl Sinn hätte, wieder ein Familienfest anzubieten? ... vielleicht gibt es ja Mitglieder, die so interessiert sind, dass sie uns darauf ansprechen. Die Resonanz letztes Jahr war nicht so überzeugend, dass ich es ohne äußeren Impuls organisieren werde.

 
 
Merck
 
 
chemlab
 
niggemann
 
Topverein